kaym - Nachdem unser in die Reihen der Rocker eingeschleustes Reporterteam grauenvoll zugerichtet in Krankenhäusern in ganz Deutschland aufgefunden wurde, haben wir ein weiteres Repoterteam unter starkem Polizeischutz vor Ort gebracht:Mittwoch, 29. Mai 1996 DM3,80 SF4,10 ÖS30,00 Seite 1
Abhängig, Parteiisch und Überhaupt
W I E A L L E S B E G A N N . . .P F E D D E R S H E I M V O N R O C K E R N V E R W Ü S T E T
Wir stehen hier zwischen den Rauchenden Trümmern einer Reitanlage in Worms-Pfeddersheim. Die Polizei steht vor einem Rätsel: Was ist hier passiert? Fassungslosigkeit bei allen Anwesenden ob der Verwüstungen im Umkreis von vielen Kilometern. Während die Polizei die Strassensperren abbaut, die Bevölkerung aus den Kellern kommt und die Feuerwehr die letzten Reste der Reitanlage zu retten versucht, blenden wir zurück:
Bereits in den letzten Wochen waren Gerüchte aufgetaucht, dass sich etwas anbahnte. Plötzlich und ohne Vorwarnung war zunächst ein gelb-blaugrünes Motorrad aufgetaucht welches anscheinend die Gegend erkundete. Im Laufe der folgenden Tage wurden noch weitere Rocker gesichtet: Zwei schwarze Höllenmotorräder, wovon eines unter lautem Brüllen und Qualmen durch Worms pflügte, das andere anscheindend gerade aus einer schweren Schlacht heimkehrte. Während diese beiden nur einmal gesichtet wurden, versuchte die Polizei vergeblich ein rotes kaum höhrbares Motorrad, welches sich jenseits aller Verkehrsregeln bewegend immer öfter in Worms auftauchte, zustellen. BLÖD konnte nach langem suchen einen Augenzeugen finden der trotz fürchterlicher Angst zu einem Interview bereit war.
BLÖD: Was ist geschehen?
NN: Ich stand friedlich am Fenster als auf einmal vier Motorräder um die Ecke schossen. Auf ein lautes Signal hin hielten sie ein paar Meter von mir entfernt an. Alle scharten sich um den offensichtlichen Anführer und sein knallrotes Motorrad. Nach einem Donnergollen deselben stürmeten sie einen benachbarten Eisenwarenladen und legten diesen in Schutt und Asche. Es war furchtbar ...
Unser Augenzeuge musste leider mit Schreikrämpfen abtransportiert werden. Wir konnten aber noch in Erfahrung bringen, dass am Motorrad des Anführers ein einer Panzerfaust ähliches Rohrstück befestigt wurde, worauhin dieser sich wieder beruhigte und sein Brüllen einstellte.
Nach diesem Ereignis liefen umfangreiche Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung an um für das komende gerüstet zu sein.
Am Freitag vor Pfingsten fingen die Ereignisse an sich zu überschlagen.
Zunächst fand der bereits geschilderte
Überfall auf einen Getränkehändler
statt. Trotz eiligst aufgebauter Polizeisperren konnte
sich dann ein Rocker als harmloser Österreicher getarnt mit seinem Bus
nach Pfeddersheim schleichen. Dann passierte es: Um exakt 18.oo Uhr
durchbrachen tausende von Rocker auf Ihren Motorräder die Absperrungen
rund um Worms und schnitten es von der Aussenwelt ab ...
Die Wiederbelebungsversuche unseres ersten Reporterteams laufen auf Hochtouren, damit wir die weiteren Ereignisse rekonstruieren können. Lesen Sie auch die erste Stellungnahme der Polizei!
BLÖD bleibt für sie am Ball!
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