Sonntag, 11. August 1996 DM3,80 SF4,10 ÖS30,00 Seite 1 BLÖD Abhängig, Parteiisch und Überhaupt


KOELN: DIE ROCKER WAREN WIEDER DA!

E r s t e E r f o l g e d e r A b w e h r m a s s n a h m e n !

OliR - Koeln: Die bei Bekanntwerden eines neuen konspirativen RRR-Treffens sofort eingeleiteten Gegenmassnahmen der Sicherheitskraefte konnte die Stadt vor erneuten Uebergriffen der Gruppe in der Stadt bewahren. Es blieb lediglich bei einem - im Vergleich zu aehnlichen frueheren Aktionen der Gruppe - relativ kleinen Uebergriff auf ein Wohnhaus in Koeln-Heimersdorf.

Frau L. aus K.: "Wir haben uns schon beinahe daran gewoehnt. Ein uns gut bekanntes Mitglied dieser Vereinigung schleust immer wieder Leute bei uns ein und zwingt uns, diese zu beherbergen und zu bewirten." Auf unsere Frage, was passiert ist, entgegnet Frau L. fast erleichtert: "Diesmal muss es interne Probleme bei den Rockern gegeben haben, sie wirkten morgens nicht so uebermuetig wie sonst, sondern liessen nach dem Fruehstueck ziemlich schnell von uns ab. Sie faselten beim Fruehstueck immer wieder, dass sie ja eigentlich sogar die Broetchen von ausserhalb organisiert hatten, die Lieferantin aber wohl zu verschreckt war, um sich noch einmal in ihre Naehe zu begeben..."

Aus gut unterrichteter Quelle haben wir nun erfahren das es gravierende Abstimmungsprobleme zwischen den Broetchen Lieferanten gab, die nicht aus der Welt zu schaffen waren und dazu fuehrten, dass die Lieferung ausblieb: Eine extra aus dem schwaebischen angereiste Lieferantin wurde derart von den Aktionen der Rockern verschreckt, das sie auch durch Gewaltandrohung nicht zu einer Zusammenarbeit mit den Rockern bereit war. In der Folge konnte sich auch die zweite Lieferantin aufgrund Ihrer langjaehrigen Geschaeftsbeziehungen vom Einfluss der Rocker befreien.

Trotz dieses kurzfristigen Rueckschlags, zogen die Rocker dann am Vormittag aus Koeln ab und trieben das ihnen typische Unwesen (Brandanschlaege auf Tankstellen / Noetigung und Bedrohung von Autofahrern, insbesondere denen mit Hueten / Asphaltbeschaedigungen in Kurven durch Anwendung roher Gewalt gegen den Strassenbelag) auf einer konfusen, nicht nachvollziehbaren Route, die sie gegen Abend schliesslich zum Sorpesee fuehrte.

Dort wurde der Campingplatzwart entgegen sonstiger Gewohnheiten nur zur Herausgabe von kuehlen Getraenken, warmen Mahlzeiten und Kartenspielen gezwungen. Die Einschuechterung der Gang durch die neugebildete Antiterrorgruppe 'Meteo-Abwehr', die sich kuenstlich produzierte Naturkatastrophen als Massnahme gegen die Rockerruepel ausgedacht hat, scheint also erste Erfolge zu verzeichnen.

Nach exklusiven Informationen der Redaktion soll bereits ein weiterer Anschlag auf das oeffentliche Leben in der Alpenregion geplant sein.

BLÖD bleibt für sie am Ball!



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