KayM - Wie bereits in BLÖD zu lesen war, terrorisieren die Rocker immer noch die Alpen. Die Spur der Verwüstung reicht bereits von den Ostalpen bis ins Tessin! Nach den Vorkommnissen der letzten Woche erfolgte in der Schweiz die als Wehrübung getarnte Generalmobilmachung des Militärs. Trotz der Zusammenarbeit aller bisheringen Sonderinsatzkommandos und Vorwarnungen konnten die aus den bisherigen Einsätzen gewonnenen Erkenntnisse nicht in brauchbare Ergebnisse umgesetzt werden.Montag, 2. September 1996 DM3,80 SF4,10 ÖS30,00 Seite 1
Abhängig, Parteiisch und Überhaupt
KANONENDONNER IN DEN ALPEN!2.Woche: Militär und Sondereinsatzkommando jagen die Rocker!
Immer wenn die Sicherheitskräfte den Standort des Basislagers angreifen wollten, stiessen sie ins Leere: Die Rocker sind wie vom Erdboden verschwunden! Geht es hier noch mit rechten Dingen zu? Benutzen die Rocker etwa geheime Kommunikationsmedien, sind sie Telepaten? BLÖD wird dieses Rätsel für sie lösen!
Um den Stellungswechseln zu begegnen, legte das Militär die gesammte Schweiz unter Kanonenbeschuss und postierte an allen Alpenpässen Spähtrupps. Die Rocker unterliefen dies jedoch durch Ihre Tarnung als harmlose, Passfotos schiessende Motorradtouristen und der Taktik des immer und überall zugleich zuschlagens. Bis die Sicherheitskräfte die Anwesenheit der Rocker bemerkten, war schon alles vorbei. Zurück blieben lediglich verbrannte Rastanlagen und verwüstete Grenzübergänge!
BLÖD gelang das Unglaubliche: Das bereits aus Worms bekannte Motorrad mit der Tarnvorrichtung konnte ausfindig gemacht und mit einem Peilsender versehen werden! Lesen Sie unseren Exclusivbericht! Doch auch die Sicherheitskräfte konnten einige Teilerfolge verzeichnen: Durch geschicktes parkieren eines Steins auf der Straße, konnte der Hinterreifen eines schwarzen Höllenmotorrads schwer geschädigt und der Fahrer in den finanziellen Ruin getrieben werden! Darüberhinaus gelang es an einem total heruntergekommenen Motorrad (Fachbegriff: Ratbike, die Red.) die Radlager durch eine gezielte Manipulation von Schlaglöchern zu zerstöhren. Leider gelang es den Rockern durch hartnäckige Einschüchterung von Händlern rund um den Ofenpass sich die benötigten Ersatzteile zu beschaffen. Selbst die von BLÖD vorgenommene Zerstöhrung der Zündbox eines Motorrads konnten die Rocker reparieren. Wie es scheint besitzen Sie ein hochqualifiziertes Technikerteam mit Spezialisten aus allen Bereichen! Angeblich soll sich sogar Ferrari dieser Leute in der Formel 1 bedienen!
Am Donnerstag hätten die Sicherheitskräfte es fast geschafft eine größere Gruppe der Rocker aufzureiben. Ein Spähtrupp entdeckte diese am frühen Morgen im Centovalli in der Nähe des Lago Maggoire. Die Jagd ging von da an Kreuz und Quer über unzählige Alpenpässe bis zum St.Gottard. Trotz heftiger Gegenwehr und Feuerüberfällen der Rocker, bevorzugt in Tunneln und Unterführungen, gelang es einzelne Gespäche mit Richtmikrofonen mitzuschneiden. Die Auswertung dieser brachte jedoch keine brauchbaren Erkenntnisse, da sich die Rocker einer Geheimsprache bedienten in der Worte wie "Stahlarschtour", "Weicheier", "posen" und "Ampelrennen" vorkommen. An dieser Stelle stürzten die Rocker die Sicherheitskräfte in tiefe Verwirrung indem sie sich aufteilten und es dunkel werden liessen: "Scheisse, sie fahren in verschiedene Richtungen! Aloisius, bleib an den langsameren dran, unsere Maulesel sind sind schon so fertig! HE, WIESO WIRD ES AUF EINMAL DUNKEL? Vorsicht Aloisius, eine Spitzkehre, AAAAA aaaahhhhhhh ....." Aloisius: "Wenn ich die erwische, dann werden die verzeigt!"
Am nächsten Morgen fanden die Sicherheitskräfte den Besitzer eines Campingplatzes in den Sanitären Anlagen. Aus dem unverstädlichen Gestammel konnten unsere Computer folgendes rekonstruieren: "Ich lag am Dienstag ganz friedlich im meiner Hägematte, als gegen Abend ein paar harmlos aussehende Motorradfahrer nach Zeltplätzen fragten. Kaum hatte ich Ihnen ein Areal gezeigt, verdunkelte sich der Himmel und Horden von Rockern stürmten den Platz. Die folgenden Tage folterten sie mich mit lautem Motorenlärm und zwangen mich bis spät in die Nacht zur Herausgabe von Alkohol und Essen. Als ich sie am Freitag um Bezahlung bat, kebelten und fesselten sie mich, steckten mich in den Wäschetrockener und verschwanden mit lautem Gebrüll in einer Rauchwolke ..." An dieser Stelle fing der Mann an zu zucken und fiel mit Schaum vor dem Mund von der Tragbahre.
Militär und Sondereinsatzkommando sind ratlos: Wieder einmal sind die Rocker entkommen! Wo sind sie hin? Wie geht es weiter? Sind die Alpen noch zu retten??
Fragen über Fragen und keiner weiß die Antwort!
BLÖD gibt sie Ihnen/a>!
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