| Montag, 10. Februar 1997 | DM3,80 SF4,10 ÖS30,00 | Seite 1 |

Abhängig, Parteiisch undÜberhaupt
| Motorraddiebe auf dem Fuß bestraft! |
| Mutiger Bürger opfert selbstlos seine Familie und sich! |
BigT RufuS - Gestern Nachmittag entwendeten zwei jugendliche Nichtstuer in der Henri-Dumont-Strasse in Nürnberg ein Motorrad der Marke BMW mit Fürstenfeldbrucker Kennzeichen und wollten damit die Umgebung terrorisieren. Ein aufrechter Autofahrer hatte dieses Vorhaben durch Einsatz von seinenm Passat, Leib und Leben aber noch rechtzeitig verhindern können, indem er den Unruhestiftern kurzerhand die Vorfahrt nahm und die Fahrt stoppte. Dabei verletzten sich er und seine Frau sowie auch die Tochter teilweise stark.
Die Motorradfahrer erlitten ebenfalls schmerzhafte Verletzungen - die gerechten Strafen für Diebstahl und Terrorismusversuche. Verschlimmert wurde die Situation dadurch, daß sich Mitglieder einer linksfahrtextremen Motorrad-Gang am Unfallort zusammenrotteten, angeblich zum Zwecke eines Erste-Hilfe-Kurses, und den Dieben ebenfalls Erste Hilfe leisteten. Dabei hätten sie sich doch besser um den heldischen Autofahrer und dessen Familie kümmern und die Zweiradraser verbluten lassen sollen.
Die als Erste-Hilfe-Retter getarnten Rocker taten nur so, als ob sie den Verunfallten helfen wollten. In Wahrheit fingerten sie mehr oder weniger geschickt nach Wertsachen und Stoff. Nur das rasche Eintreffen der Rettungswagen verhinderte ein weiteres Ausräumen der Stautaschen. So konnte ein Gaffer berichten, daß der Fahrer des PKW´s vom Retter R.K. erst bewußtlos geschlagen werden musste, um an dessen Brusttasche zu gelangen.
Erst als die Ordnung durch staatliche Stellen wiederhergestellt wurde, konnten die Jungterroristen den Behörden übergeben werden. Der inzwischen von seine Verletzungen genesende Autofahrer bekam den BLÖD-Preis fuer zivilen Gehorsam - BLÖD HILFT zahlte außerdem die Wiederherstellung seines Autos. Einziger Geschädigter bleibt also der Eigentümer des gestohlenen Motorrades, da dessen Vesicherung nicht für bei terroristischen Anschlaegen erfahrene Schüden zahlt. Spenden sind unter dem Konto 456789 bei BLZ 700 00 00 moeglich.
Die restlichen Rocker versammelten sich in einem konspirativen Raum, den die Polizei nach tage- und nächtelanger Recherche ausfindig machte. Aufgeschreckt von einem plötzlich einsetzenden Lallüllala, hechtete ein Teil der Rocker zu den fluchtbereit postierten Maschinen und jagte unter Mißachtung jeglicher Verkehrszeichen und unter Gefährdung unbeteiligter Passanten gen Highway. Eine Identifizierung der einzelnen Fahrer war durch deren massive Vermummung nicht mehr möglich. Die Verfolgung musste aufgrund leistungsschwacher Ü-Wagen leider aufgegeben werden.
Der verbliebene Rest verabredete sich am Sonntag abend neuerlich, um neue Schandtaten auszuhecken. Um sich dem Zugriff der nationalen Behörden zu entziehen, ward als Treffpunkt eine irische Biersprudelquelle auserkoren. Mittlerweile ist aber schon Interpol in die Fahndungsaktivitäten eingeschaltet, da gerüchteweise schon weitere, europaweite Überfälle für den Sommer 97 zu erwarten sind.
BLÖD bleibt für sie am Ball!
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